Fledermäuse

Fledermäuse – zwischen Faszination und Vorurteil

Die „Batnight Neuburg!“ – Fledermausführungen und -vorträge

Sie fliegen mit den Händen, sehen mit den Ohren und erwachen, wenn die meisten von uns schlafen gehen. Fledermäuse sind uns fremd und faszinieren uns zugleich. Rund um ihr geheimnisvolles Leben hat sich über Jahrhunderte hinweg ein dichtes Netz aus Mythen und Sagen, Vorurteilen und Ängsten gesponnen.

Doch mit dem wahren Leben der einzigen fliegenden Säugetiere hat dies nur wenig zu tun. Denn Fledermäuse sind nicht angriffslustig und sie trinken auch kein Menschenblut! Im Gegenteil: Alle 25 in Deutschland lebenden Fledermausarten sind friedliche Insektenfresser, deren Anwesenheit ganz in unserer Nähe meist unbemerkt bleibt.

Nur wer nachts von Stechmücken geplagt wurde, dem könnte auffallen, das durch die nächtliche Jagd der Fledermäuse deutlich weniger unliebsame Plagegeister unterwegs sind. Sie sind damit sozusagen die „natürlichen KABS“ in unserer Region. Eine einzige Fledermaus (je nach Gattung) frisst mehrere tausend Insekten – pro Nacht!


Die Kobolde der Nacht sind in Gefahr

Nahezu alle Fledermausarten Deutschlands stehen auf der Roten Liste und ihr Fortbestand ist gefährdet. Die Ursachen für die starke Gefährdung der Fledermäuse sind vielseitig: zahlreiche Fledermäuse fallen dem Straßenverkehr oder Windenergieanlagen zum Opfer, der Einsatz von Pestiziden führt zum Entzug ihrer Nahrungsgrundlage, oder Biotope und ihre Quartiere werden zerstört.

Durch Bau- und Sanierungsmaßnahmen an Gebäuden sind an vielen Orten Fledermausquartiere vernichtet worden und Kolonien sind erloschen. Besonders die langfristigen Sanierungsstrategien für Gebäudehüllen stellen ein Problemfeld für den Fledermausschutz dar.

Aber auch der natürliche Lebensraum unserer Waldfledermäuse (z.B. Großer Abendsegler, Wasserfledermaus oder Bechsteinfledermaus), welche verlassene Spechthöhlen, ausgefaulte Äste, Blitzspalten oder andere Hohlräume in Bäumen als Quartiere nutzen, geht immer mehr verloren.


Fledermäuse gibt es seit über 50 Millionen Jahren. In den letzten 50 Jahren hat der Mensch sie allerdings an den Rand der Ausrottung gebracht.
Weltweit sind aktuell 1411 Fledertierarten, in Europa 51, in Deutschland 25 und in Rheinland-Pfalz 22 Fledermausarten entdeckt.

Quelle: Naturschutzverband Südpfalz e. V. (NVS)


Arten in Rheinland-Pfalz

Von 25 in Deutschland heimischen Fledermausarten leben 21 in Rheinland-Pfalz. Ehemals ansässige Arten sind heute hier ausgestorben. So zum Beispiel auch die Kleine Hufeisennase. Ihre größere Verwandte, die Große Hufeisennase, sucht nur noch in kleinen Zahlen Überwinterungsquartiere bei uns auf. Wochenstuben gibt es bei uns nicht mehr.

Quelle: NABU Rheinland-Pfalz


Im Juli 2020 habe ich einen Workshop beim NABU Rheinland-Pfalz besucht und mich zum Fledermauskundschafter qualifiziert. In den kommenden Monaten werde ich regelmäßig Transektbegehungen durchführen um die Population und die Verbreitung der Fledermäuse in unserer Region zu erfassen. Nach Auswertung der aufgenommen Daten werden diese dem Naturgucker zur Verfügung gestellt und sind für jedermann zugänglich.


Im Juli 2021 habe ich einen weiteren Workshop beim NABU Rheinland-Pfalz besucht und mich zusätzlich zum Fledermausberater qualifiziert. Diese Qualifizierung vermittelt die notwendigen Kenntnisse, um Eingriffe in Fledermausquartiere an Gebäuden im Rahmen des Naturschutzrechts einschätzen zu können und Gebäudeeigentümer bei geplanten Sanierungsmaßnahmen beratend zu begleiten, als auch bei möglichen Konflikten vermittelnd zu begegnen.


Zwergfledermäuse in der Kantstraße 13

Dachkasten der Garage dient als Wochenstube

Unser Haus in Neuburg dient als Geburts- oder Wochenstube für eine Kolonie Zwergfledermäuse. Im letzten Jahr konnten wir an einem Abend über 90 aus unserem Dachkasten ausschwärmende Fledermäuse bei Einbruch der Dämmerung beobachten. Ein faszinieredes Abendprogramm bot sich uns dar!

Folgt einfach dem Link oben und erfahrt mehr darüber…!


Interesse geweckt?

Für weitere Informationen zur Tour „Batnight Neuburg!“ kontaktiert mich einfach unter Tel.: 072 73 / 935 122, Mobil: 01515 / 61 59 007 oder nutzt das untenstehende Kontaktformular.


Kontaktformular


    Schreibe einen Kommentar

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.